RS sansibar

Faszination Sansibar

Eine philatelistische Reise ins Abenteuer

Sansibar, ehemalige Piratenhochburg im Indischen Ozean, ein kleines Paradies mit weissen Sandstränden, kristallblauem Wasser und schattenspendenden Palmen.

So sah es vermutlich auch im Jahr 1873 auf der Insel aus, als sich am 3. April des Jahres im mehr als 8000 Kilometer entfernten St. Gallen um 5 Uhr abends ein mit 85 Rappen frankierter Brief auf die weite Reise über Brindisi und Aden nach Sansibar machte.

Der Inhalt dieses Briefes, der an einer Rölli-Auktion versteigert wurde, ist unbekannt, doch lässt sich anhand der Empfänger eine abenteuerliche Mission zugunsten der St. Galler Baumwollindustrie erahnen. Die Herren Brenner und Fischer, ein deutscher Afrikaforscher und ein St. Galler Kaufmann waren seit geraumer Zeit auf der Insel ansässig, um für die schwächelnde Baumwollindustrie neue Zuliefererquellen ausfindig zu machen.  Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, das durch die klimatischen Gegebenheiten noch erschwert wurde.

Wie das Abenteuer für die beiden Männer ausgegangen ist weiss man leider nicht. Aber wahrscheinlich ist, dass sich die beiden nie hätten träumen lassen, dass ein an sie adressierter Brief über 140 Jahre später einen hitzigen Bieterkampf im Auktionssaal bei Rölli Auktionen & Philatelie auslösen würde.

Die seltene Destination dieses Briefes war sicherlich ursächlich dafür, dass der Brief bei einem Startpreis von CHF 600.- für CHF 5‘800.- versteigert wurde. Ein abenteuerliches Ende dieser philatelistischen Reise in die Vergangenheit und auf eine Insel, die ihren Reiz bis heute beibehalten hat.

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