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Gute Nachrichten kennen keine Grenzen

Was Briefe in China erzählen

Man befindet sich im südlichen China fernab der Schweiz und man schreibt das Jahr 1913. Eine Zeit voller Neuanfänge und Rebellionen. Das Ende der Quing-Dynastie und die Ausrufung der Republik China liegen erst ein Jahr zurück. Eine schwere Zeit, in der viele Menschen auf gute Nachrichten hoffen.

Im Sommer 1913 wird einer dieser Briefe, der seinem Empfänger Gutes bringt, in der tibetischen Provinzstadt Chabdou abgestempelt. Sein besonderes Merkmal: ein rotes Band. China-Kenner wissen, dass die Farbe Rot im asiatischen Kulturkreis das Glück symbolisiert.

Den Inhalt des Briefes kennt man nicht, aber es ist sicher, dass dieser Rotbandbrief seinem Empfänger eine positive Nachricht übermittelt hat. Etwas Gutes in schwierigen Zeiten.

Mehr als 100 Jahre später gelangt der Brief an das Auktionshaus Rölli, wo er als philatelistisches Highlight versteigert wird und nach einem emotionalen Bieterwettstreit zwischen zwei chinesischen Sammlern am Telefon für 11‘500.- einen neuen Besitzer gefunden hat.

Es war ein Tag, an dem dank internationaler Kundschaft ein Brief des Glücks zu einem enormen Preis versteigert werden konnten.

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